Die N3 begeisterte an zwei Abenden ihr Publikum ... hier ein kleiner Rückblick der Fastnachtssitzungen 2009!
6. und 7. Februar 2009 in der Nibelungenhalle
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Die Mädchengarde begeisterte mit einem schwungvollen Tanz zu irisch angehauchter Rockmusik.
Viele weitere Bilder - alle von Ludwig Heinz - finden sich in dieser Diashow.
Viel Vergüngen!
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Ofenrohre, Playboys und die SPD im Blick
Närrische Drei beeindruckten mit vierstündigem Unterhaltungsprogramm aus Büttenreden und Show-Tänzen / Publikum feierte bis in den frühen Morgen
Lorsch. "Laurissa Helau": Der Fastnachtsverein "Närrische Drei" läutete die fünfte Jahreszeit ein. Nicht nur die Narren waren bestens aufgelegt, auch das Volk ließ sich in der geschmückten Nibelungenhalle vom Fastnachtsfieber infizieren. Das Narrenschiff schaukelte die Stimmung in einem fast vierstündigen Programm aus Büttenreden und musikalisch-tänzerischen Highlights hoch. Mit Beifall und Jubel verabschiedeten die Zuschauer die Akteure, um mit Musik und Tanz bis zum frühen Morgen weiterzufeiern.
Zur Einstimmung versammelte sich auf und vor der Bühne eine riesige Narrenschar mit der Garde und dem Musikzug Laurissa, der unter der Leitung von Werner Held ein Potpourri aus flotten Melodien servierte. Damit begann ein abwechslungsreicher wie humorvoller Abend unter der Regie von Sitzungspräsident Bernhard Henkes.
Dass Frauen im Karneval längst ein Wörtchen mitreden, bewies Christiane Ludwig-Paul. Die Protokollerin hatte einiges zur politischen Groß- und Kleinwetterlage notiert. Sie blickte auf das Hilfspaket für die Banken, für die sie kein Verständnis aufbringen konnte. Die Hessenwahl war ein dankbarer Aufhänger. Sie spöttelte über Ypsilantis Generalsekretär, der zweimal das Direktmandat in seinem Bergsträßer Wahlkreis an seinen CDU-Konkurrenten abgeben musste. Auch das Wahlergebnis der SPD betrachtete sie mit Ironie: "Die SPD kann froh in die Zukunft sehen; es kann ja nur noch aufwärts gehen". Mit Blick auf die Bundestagswahl empfahl sie, Ex-Kanzler Helmut Schmidt wieder aus dem Hut zu zaubern. "Damit kann man sich der Stimmen aller Raucher sicher sein."
Entente Florale in Lorsch: Die Protokollerin blickt auf die supersauberen Anlagen, die auch Struppi in Zukunft nicht mehr als Hundeklo nutzten sollte. Die Geschäfte im Daubart haben geöffnet und seien zu einer Begegnungsstätte zwischen Lorschern und Einhäusern geworden. "Wir bereiten die Eingemeindung schon vor".
Närrische Kommentare hatte sie auch zum Kreisel und seinen Skulpturen übrig. Dass das Altersheim nach langer Planung fertig wird, nötigte sie zum Kommentar: "Wer sich als Konfirmand beworben hat, kann jetzt einziehen."
Die Büttenredner gaben sich anschließend die Klinke in die Hand. Büttenschieber David Koch und Benjamin Koob klagten mächtig darüber, dass sie in ihrem Job nur für andere Leute schuften. Sie nutzen die Gunst der Stunde. Der eine sucht sich die Rolle des Playboys, der andere des "Dorftrottels". Der Frauenheld verkaufte sich unter dem Beifall des Publikums mit herausgestreckter Brust als toller Typ, der schon gleich nach der Geburt bei der Hebamme Eindruck schinden konnte.
Mit dem "Moaschder un soin Dätschler" traten zwei Spezialisten für die Fastnacht auf. Der eine hat die Technik aufgebaut, die der Mann vom TÜV abzunehmen hatte. Kritik äußerte er schon an der Platzvergabe. "SPD und CDU sitzen an einem Tisch." Die beiden plauderten über "alte Ofenrohre, am Straßenrand als Männchen getarnt, die man zum Preis von 35 000 Euro pro Stück" installierte.
Mit dicken Brillen, Sportschuhen, Turnhosen und feinem Jackett kamen die "Zwaa, die nix sinn" auf die Bühne. Mit Gitarre und einer provisorischen Trommel präsentierten sie sich nicht gerade als die schlauesten Zeitgenossen, ließen ihre Manieren zu Hause und waren trotzdem überzeugt, "der Knaller der Kampagne" zu sein.
Spätestens als sie die Prominenz mit Löw, Merkel, Koch, Günter Jauch und Harald Schmidt in ihren Songs persiflierten, lockten sie das Publikum aus der Reserve.
Fünfzig Jahre Ehe mit Krieg: die Frau suchte am Hochzeitstag ihren Mann und fand ihn an der Faschingstheke. Die Büttenrednerinnen rechneten mächtig auf der Bühne miteinander ab.
Weitaus harmonischer ging es beim Offizierskorps zu. Unter dem Motto "Oldies but Goldies" lud die Truppe zu einem Ritt auf der Deutschen Welle ein. "Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt" wollen sie den Konjunkturmotor ankurbeln. Die mit Gassenhauern gewürzte Kölner Stimmungsrunde brachte Stimmung in die Bude.
Als eine besondere Augenweide präsentierte sich das Männerballett. Als geschmeidige Schmusekatzen tanzten sie zu fetziger Rockmusik und kurbelten zum Abschluss der närrischen Sitzung das Gute-Laune-Barometer noch einmal an. Keine Fastnachtsshow ohne Tanz. Die Garde zeigte eine choreographisch überaus ausgefeilte Show. Vor allem die akrobatischen Elemente begeisterten. Die Körper wirbelten und flogen wie schwerelos durch die Lüfte. Ihren Tanz schlossen sie mit einem sehenswerten dreistöckigen Schlussbild ab.
So hoch hinaus kam auch die Mädchengarde, die ihren schwungvollen Tanz zu irisch angehauchter Rockmusik mit einem faszinierenden Bild abschlossen. "Let it be" - die Beatles stehen gleichsam für die Musik der 60er Jahre. Auf dieser Welle tanzte das Mädchenballett. Das Damenballett rundete das Programm mit einer beeindruckenden "Revue" ab. "Ihr seid unsere Diamanten", lobte der Sitzungspräsident. moni
Bergsträßer Anzeiger, 09. Februar 2009
Aktive auf und hinter der Bühne
Lorsch. Die Aktiven der N3-Fastnachtssitzung waren: Musikzug Laurissa: Leitung: Werner Held , Chef: Klaus Rickers. Sitzungspräsident: Bernhard Henkes
Garde: Christof Helwig, Daniel Helwig, Daniel Herle, Ciril "Kiki" Klein, Sebastian Koob, Björn Seberkste, Alexander Volk, Leitung: Simon Helwig, Lars Seehaus.
Protokoll: Christiane Ludwig-Paul. "Büttenschieber": David Koch, Benjamin Koob.
Mädchengarde: Nadine Helwig, Annika Bittmann, Rebecca Billau, Lisa Prysambor, Julia Degenhard, Stefanie Heger, Manuela Geffert, Nicole Schlüter, Laura Engel. Trainiert und gecoacht von Liane Philippi. Kapelle: Triple Pi. "De Moaschder unn soin Dätschler": Manni Dahm, Sven Lautenschläger. Mädchenballett: Katrin Fetsch, Gudrun Hellriegel, Natascha Scheffel, Cindy Schubert, Sandy Schneider, Anna Eichhorn, Anna Dorn, Verena Koob, Nadine Goliasch, Natascha Lerch, Marina Berg.
"Zwaa, die nix sinn": Simon Helwig und Christof Helwig. "Goldene Hochzeit": Christine Andes und Tanja Dohrmann. Männerballett: Pascal Berg, Sebastian Bierwisch, Christof Conrad, Sören Graf: Simon Helwig, Matthias Horlebein, Robert Markgraf, Lars Seehaus, Andreas Diehl, Manuel Hartmann,
Oldies but Goldies: Fritz Jakob, Peter Werner, Paul Mehl, Heribert Koob, Heinrich Helwig, Hubert Helwig, Stefan Koob, Bernhard Henkes, Hans Mo Jäger, Roland Koob.
Damenballett: Melanie Holdschick, Nina Schubert,Nicole Helmling, Eva Helwig, Daniela Eberle, Heike Denefleh, Jenny Schneider, Julia Engel, Jenna Blette, Meike Sudheimer, Vanessa Brix, Licht und Ton: Dirk Jochem, Stefan Koob, Michael Heinbach, Daniel Helwig, Lars Seehaus. Ordonanz: Patrick Froitzheim, David Koch, Simon Niwiadomski, Beniamin Koob, Markus Wooden, Markus Schramm. Regieassistenz:Walter Heinz, Volker Stein.
Bühnenbau: Heinrich Helwig, Walter Heinz, Claus Schubert, Klaus Donko, Simon Helwig, Heribert Koob, Hubert Helwig, Heinz Seehaus, Jörg Steffan, Bernhard Helwig sowie Kadetten und Jung-Offiziere. Künstlerische Gesamtleitung: Hans Jäger. Frisuren/Kosmetik: Petra Gabler, Silvia Drax,Ulrike Hackl. Schneiderei Katharina Philippi, Marion Seehaus, Annette Glanzner, Bea Baumann, Christel Gärtner, Andrea Helwig, Eisa Tsakiris moni
Bergsträßer Anzeiger, 09. Februar 2009
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