Ein Fastnachtshighlight in Lorsch - Die Sitzungen 2011 der N3!
18. und 19. Februar 2011 in der Nibelungenhalle
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Die ehemalige Garde begeisterte als Clowns das Publikum!
Eine Diashow der beiden Sitzungen - alle Bilder von Ludwig Heinz -
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Ein Mitschnitt der Sitzung kann als DVD für 7,50 Euro bei Hubert Helwig per Mail bestellt werden.
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Prunksitzung: N 3 feierten zündeten ein unterhaltsames Gag-Feuerwerk / Vierstündiges Programm mit launigen Büttenreden und vielen Tanzeinlagen
Wahlkampf liefert den Narren Munition
Die fünfte Jahreszeit zog am Wochenende orkanartig über Lorsch hinweg - vorneweg das Schiff der Närrischen Drei, die am Freitag zur Premiere ihrer Punktsitzung alle Register zogen. Unter der Federführung des Elferrates mit Sitzungspräsidenten Lars Seehaus und Torsten Wienhold zündeten die Aktiven mit lautem "Laurissa Helau" ihr Gag-Feuerwerk.
Das Treiben auf der prächtig geschmückten Bühne der Nibelungenhalle wirkte ansteckend. Die Zuschauer wurden von dem vierstündigen Programm aus Büttenreden und Showeinlagen mitgerissen und waren bester Stimmung.
Zur Einstimmung versammelte sich eine große Narrenschar auf und vor der Bühne, mit dabei die Garde und der Musikzug Laurissa, der unter der Leitung von Werner Held ein Menü aus flotten Melodien servierte. Damit begann ein abwechslungsreicher Abend mit viel Lorscher Lokalkolorit. Die Show unter dem Motto "Egal ob Quante, Brunnengräber oder Schönung, unsere Fastnacht bleibt die Krönung" hielt einige satirische Spitzen bereit. Spätestens als die beiden Clowns mit der Leiter über die Bühne stapften, wusste man, dass der nächste Programmpunkt an der Reihe war.
"Quante, den niemand kannte"
Bereits mit dem Auftritt von Christiane Ludwig-Paul wurde klar, dass Frauen im Karneval ein Wörtchen mitreden. Die Protokollerin hatte sich Notizen zur politischen Groß- und Kleinwetterlage gemacht. Sie beklagte, dass Bürgermeister Klaus Jäger den Fastnachtern in seiner Amtszeit zu wenig Futter geboten habe. Keine Skandale, die sich als närrische Munition nutzen ließen.
Im Gegenzug hat der Wahlkampf einiges zu bieten. Sie münzte Slogans auf die Bürgermeisterkandidaten um: "Quante, den niemand kannte, oder: besser Klasse mit Masse". Als Nächster Hans-Jürgen Brunnengräber, der Mann "mit Schal zur Wahl oder mit Affinität zum Effekt". Für Christian Schönung gab's einen Superlativ: "schön, schöner, Schönung". In einem Rundumschlag ließ sie den Blick über Lorsch schweifen, das kein Sommerbiathlon mehr hat, dafür ein Palais von Hausen und eine prächtige Feuerwehrunterkunft, bei der man die Eingemeindung von Einhausen bereits eingeplant habe.
Lorsch und das Kulturerbe. Elf Millionen sollen fließen, nur bleibt den Touristen so mancher Blick auf Kostbares versperrt, wie die Protokollerin mit einem Seitenhieb auf die Grabungsarbeiten am Kirchenrest bemerkte. In der Bundespolitik hat sich ihrer Ansicht nach vor allem einer besonders ausgezeichnet: "Nur einer überlebt jede Rücktrittswelle - der Guido Westerwelle."
Tine und Tanja, seit zwei Jahrzehnten in der Bütt zu Hause, gaben mit einem "Best Of" ihre Abschiedsshow. Sie mimten noch einmal das verbiesterte Ehepaar, die verliebten Bräute, das frühreife Schulkind mit Ranzen oder das Baby mit Windeln. Das Publikum revanchierte sich für die vielen heiter-humorvollen Momente in den vergangenen Jahren mit einem Riesenapplaus, was die Beiden zu Abschiedstränen rührte.
Als Fußballfan der Olympia Lorsch plauderte Matthias Bähr aus dem Nähkästchen. Komische Schüsse aufs Tor von Kleinhausen durften da nicht fehlen. Als Bürgermeisterkandidatin ging Rosi Fetsch ins Rennen. Sie unterstrich, dass Lorsch in Frauenhänden besser aufgehoben wäre. Männern würde das Stimmrecht abgesprochen, das ehemalige Feuerwehrhaus würde in ein Generationenhaus umfunktioniert. Formel-1-Talente, zukünftige Vettel-Konkurrenten würden gesucht, die Stadt würde mit einer eigenen Klosterbrauerei belebt.
Die drei Gegenkandidaten hätten keine Chance. Nur liebäugelt noch jemand anders mit dem Bürgermeistersessel: Sacco-Hein (Stefan Albert) ist ebenfalls auf Jobsuche. Der Chefsessel im Rathaus kommt ihm gerade recht. Wie stressig eine Elternzeit sein kann, machte Stefan Mehl deutlich.
Musik und Tanz bildeten das Salz in der Suppe. Der akrobatische Tanz des Gardepärchens ließ aufhorchen. Die Mädchengarde entführte in die Unterwelt, zum Tanz der Vampire. Die Girls vom Mädchenballett fühlten sich im Wilden Westen wie zu Hause. Das Offizierskorps sorgte auf seiner Kreuzfahrt mit Seemannsliedern für Stimmung im Saal.
Das Männerballett ist fester Bestandteil der N3-Fastnacht. Zur Musik des Songs "Barbra Streisand" lieferte es einen choreographisch ausgefeilten Tanz ab.
Buchstäblich "getoppt" wurden die Tänzer allenfalls vom Damenballett, das unter dem Titel "Top Gun" einen rasanten, furiosen Tanz aufs Parkett legte.
Hier der Link zur Diashow des Bergsträßer Anzeigers.
Bergsträßer Anzeiger, 21. Februar 2011
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