Ein kleiner Rückblick auf die Fastnachtssitzungen 2007

Das Damenballett
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Simon Helwig als "Horst"
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Das neue Tanzpaar - Sandy Schneider und Jörg Steffan
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Mit einem großen Finale verbschieden sich die Akteure der N3 bei ihrem Publikum
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Weitere Bilder gibt es in der Diashow.
DVD zur Sitzung bestellen
Ein Mitschnitt der Sitzung kann als DVD für 5,- Euro bei Hubert Helwig per Mail bestellt werden.
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Beifall für Bühnenstars wie aus Bollywood und DSDS
Närrische Drei begeistern mit vierstündiger Fastnachtsshow
Lorsch. In Lorsch ist die Narrenzeit angebrochen. Mit zwei Sitzungen starteten die "Närrischen Drei" voll durch. Die Akteure zündeten ihre Gags mit einem lauten "Laurissa Helau" von der prachtvoll geschmückten Bühne der Nibelungenhalle aus. Das Fastnachtsfieber wirkte von Beginn an ansteckend. Viele Gäste ließen sich von dem vierstündigen Gag-Gewitter und den musikalisch-tänzerischen Highlights mitreißen und waren bester Stimmung. Beim Abschied der Narren von der Bühne erhoben sich alle von ihren Stühlen und applaudierten kräftig.
Roland Koob eröffnete den Reigen der Büttenreden. In seinem Prolog mimte er einen Fastnachtsmuffel, der partout nicht "dämlich" sein will und für die "Beklopptheitszeit" nur Spott übrig hat. Dem Stimmungskiller schob Sitzungspräsident Bernhard Henkes schnell einen Riegel vor: Er ließ ihn in eine blau-weiße Tracht schlüpfen und machte aus dem Fastnachtsmuffel einen Top-Narren mit einem Platz in der ersten Reihe: am Präsidiumstisch.
Zur Einstimmung versammelte sich anschließend eine riesige Narrenschar, darunter der Musikzug Laurissa, der unter der Leitung von Manuela Pfau ein Potpourri aus Walzern, Schunkelliedern und flotten Melodien servierte.
Dass Frauen im Karneval längst ein Wörtchen mitreden, bewies Christiane Ludwig-Paul. Die Protokollerin blickte auf den WM-Sommer zurück, auf Deutschland im Fußballfieber. Sie ließ jene rührende Szene Revue passieren, als Bundeskanzlerin Angela Merkel ihren Kopf an die Brust von Franz Beckenbauer legte. Beim Fußball blieb es nicht.
Radweg nach Einhausen
Die Kanzlerin ließ sich feiern, auch vom "Cowboy" aus den USA. Eine zu enge Annäherung, wie sie Bush mit seiner Kraulmassage im Merkel-Nacken versucht habe, sei jedoch nicht angebracht: "Wo der seine Finger im Spiel hat, ist nichts Gutes zu erwarten." Für "Bollywood"-Filme hat sie einen heißen Tipp, falls die "Nibelungen" gedreht werden sollten: Die Idealbesetzung des Siegfried sei der Landrat. Für Kriemhild empfahl sie eine Doppelbesetzung: "Das ist zu viel für eine in unserem Land".
Keine Frage auch, was es bedeutet, wenn der Radweg von Lorsch nach Einhausen beleuchtet wäre: Schließlich hat jede größere Stadt eine Straßenbeleuchtung zu ihren Vororten. Dass Lorsch nicht auf Sand gebaut ist, hat Kyrill gezeigt. Die über 1200 Jahre alte Königshalle überstand den Sturm ohne Kratzer. Anders der Berliner Bahnhof, dessen schwere Pfeiler einknickten, obwohl der Bau erst vor kurzem für Millionen von Euro errichtet wurde.
Die Büttenredner gaben sich anschließend die Klinke in die Hand. Rosi Fetsch malte in grell-bunten Farben aus, wie aus Urlaubfreuden Urlaubsqualen werden. Das Hotelzimmer im zehnten Stock, Aufzug defekt, Dusche defekt, Sonnenbrand und jede Menge Quallen in südlicher Sonne. In der Erinnerung blieben Frust und lange, einsame Nächte an der Hotelbar.
Wer am Samstag "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) im Fernsehen sehen wollte, verpasste in der Nibelungenhalle nichts. Denn dort gab es die Show live - mit einem sächselnden "Ossi", der noch auf seinen Trabbi stolz ist, und einem polternden Mannheimer, für den das Lorscher Weltkulturerbe eine "Alte Scheuer" ist. Die drei "Möchtegern-Stars" hinterließen einen starken Eindruck: Eine grauhaarige Alte narrte die Jury mit einer schlüpfrig anmutenden Darstellung ihres Hobbys, bei dem es sich nur um Schwimmen handelte.
Dann ein "Doktor", der als Tester unterwegs war. In der Gastronomie fand er Gefallen an seinem Job, Tests von Zebrastreifen dagegen führten in die Bredouille -- und in manchen Fällen direkt auf die Intensivstation. Der letzte Kandidat Seppl schilderte seine liebe Not mit seinem Hausdrachen. Der Strohwitwer ist ein wahrer Putzteufel. Auf seine etwas eigenartige Haushaltsführung ist er stolz: Dem Staub rückt er mit dem Föhn zu Leibe, den Schmutz an den Fenstern kratzt er mit dem Schlauch und der Autobürste ab, die Köpfe seiner sieben Buben reinigt er in der Waschmaschine. Wozu sonst sollte der "Haupt"-Waschgang gut sein?
Beschaulicher geht es beim Bretzelbert zu. Wenn der vis à vis vom Rathaus steht, entgeht ihm nichts. Das Kommen und Gehen der Menschen hat er fest im Visier. Zum Beispiel das Kind, das seinen Vater fragt: "Sind Idioten Tiere?" Antwort: "Nein, Menschen wie du und ich."
Vom schwungvollen Männerballett wechselte Simon Helwig in die Rolle eines trotteligen Handwerkers mit Hornbrille, Mütze und einer Turnhose aus den Jugendjahren seiner Großeltern. Er genoss den Blick von oben, vor allem den auf die Damenwelt. Als er am Schluss zur Gitarre griff und seine urigen Texte zu bekannten Melodien vortrug, kochte der Saal.
Schunkelrunden in Lorsch
Konkurrenz brachte das Offizierskorps. Die Männer luden zu musikalischen Reiseträumen ein. Sie entführten zu griechischem Wein, nach New York oder Mexiko, um mit dem Supersong "Wir fahrn nach Losch" abzuschließen. Die mit allerlei Gassenhauern gewürzte Stimmungsrunde lud zum Schunkeln und Klatschen ein.
Garde und Tanzpaar zeigten eine choreographisch überaus ausgefeilte Show. Vor allem die akrobatischen Elemente begeisterten. So warfen die Männer das Tanzmariechen besonders hoch und fingen es sicher wieder auf. Ihren Tanz schlossen sie mit einem sehenswerten dreistöckigen Schlussbild ab. Ebenso temperamentvoll die Mädchengarde. Schnell wechselten die Girls vom Gardekostüm zum sportlichen schwarzen Dress und überzeugte mit einem choreographisch ausgefeilten und temperamentvollen Tanz. Das Mädchenballett tanzte im glitzergrünen Dress auf der Rockwelle dahin. Das Damenballett legte einen Samba-Mix aufs Parkett.
Auch das Männerballett war ein Hingucker. Es hatte sich mächtig in Schale geworfen, mit Leopardenkostümen. moni
Bergsträßer Anzeiger, 05. Februar 2007
Für die N3 rund um die Bühne im Einsatz
Damit die Fastnachtssitzungen gelingen, müssen viele Fastnachtsfans anpacken
Lorsch: Die Mitwirkenden der N3-Fastnachtssitzungen waren im Elferrat: Am Freitag mit Sitzungspräsident Bernhard Henkes, Heinrich Helwig, Joachim Wahlig, Bernhard Adrian, Klaus Eberle, Reinhard Diehl, Heribert Koob, Paul Mehl, Klaus Donko und Rene Seehaus. Am Samstag mit Sitzungspräsident Bernhard Henkes, Rene Seehaus, Klaus Schubert, Hubert Helwig, Klaus Donko, Peter Werner, Joachim Wahlig.
Musikzug Laurissa unter der Leitung von Manuela Pfau. Prolog: Roland Koob. Tanzpaar: Sandy Schneider und Jörg Steffan.
Garde: Christof Denefleh, Christof Helwig, Daniel Helwig, Daniel Herle, Ciril "Kiki" Klein, Sebastian Koob, Björn Seberkste, Alexander Volk, Christof Stolle, Leitung: Simon Helwig, Lars Seehaus. Protokoll: Christiane Ludwig-Paul.
Mädchengarde: Natascha Lerch, Gudrun Hellriegel, Anna Eichhorn, Carolin Schossau, Cindy Schubert, Katrin Fetsch, Natascha Scheffel, Nadine Goliasch, Sandy Schneider, Franziska Konrad.
Vortrag Rosi Fetsch. Als Horst: Simon Helwig. Büttenreden-Casting: Manni Dahm, Volker Mehl, Carsten Wilke, Markus Neundörfer, Sven Lautenschläger, Manuel Rau. Strohwitwer: Peter Lorenz.
Mädchenballett: Melanie Holdschick, Meike Sudheimer, Nicole Helmling, Jenny Schneider, Heike Denefleh, Eva Helwig, Daniela Eberle, Vanessa Brix, Melanie Müller, Nina Schubert, Julia Engel, Sabine Kärcher, Michaela Wahlig.
Männerballett: Pascal Berg, Sebastian Bierwisch, Christof Conrad, Sören Graf, Simon Helwig, Matthias Horlebein, Robert Markgraf, Lars Seehaus, Andreas Diehl, Manuel Hartmann, Holger Fritz.
Offizierschor: Fritz Jakob, Peter Werner, Paul Mehl, Heribert Koob, Heinrich Helwig, Karlheinz Fillauer, Heinz Rene Seehaus, Hubert Helwig, Stefan Koob, Hermann Heinbach, Bernhard Henkes, Hans Mo Jäger, Roland Koob. De Bretzlbert: Stefan Albert.
Damenballett: Caroline Werner, Christiane Volk, Liane Philippi, Judith Straub, Claudia Diehl, Stefanie Werner, Beate Denefleh, Ute Denefleh, Christina Mayer, Sandra Glanzner.
Licht und Ton: Dirk Jochem, Stefan Koob, Michael Heinbach, Herrmann Heinbach, Daniel Helwig, Lars Seehaus. Ordonanz: Patrick Froitzheim, David Koch, Simon Niwiadomski, Benjamin Koob, Markus Wooden, Markus Schramm.
Regie: Walter Heinz, Volker Stein. Bühne: Heinrich Helwig, Michael Straub, Heinz Rene Seehaus, Barbara Schück, Walter Heinz, Heinz Baumann, Klaus Donko, Claus Schubert. Künstlerische Gesamtleitung: Hans Jäger. Maske: Irene Hemmerle, Julia Weber, Silvia Drax, Ulrike Hackl.
Kostüme: Katharina Philippi, Marion Seehaus, Annette Glanzner, Bea Baumann, Christel Gärtner, Andrea Helwig, Elsa Tsakiris. moni
Bergsträßer Anzeiger, 05. Februar 2007
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