Ein kleiner Rückblick auf die Fastnachtssitzungen 2006

Das Damenballett
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Pfarrer Wolfgang Thrin
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Der Chor der Offiziere
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Sitzungspräsident Bernhard Henkes
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Weitere Bilder gibt es in der Dia-Show!
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Ein Mitschnitt der Sitzung kann als DVD für 5,- Euro bei Hubert Helwig per Mail bestellt werden. Bitte in der Mail Name, Telefon, Kontonummer und BLZ angeben.
Presseberichte zu den Sitzungen am 10. und 11. Februar 2006
Halleluja: Der Papst zu Gast bei den Närrischen Drei
Büttenredner sorgten für Furore bei der Damen- und Herrensitzung der "N3" / Wolfgang Thrin begeistert als Heiliger Vater
Lorsch. Eine bessere Ausgangsposition für die närrische Zielgerade können sich die Närrischen Drei nicht wünschen: Ein ausgelassenes Publikum, das sich stellenweise anschickte, selbst die Regie zu übernehmen, hartnäckige Zugabeforderungen, Standing Ovations am laufenden Band und ausgelassene Stimmung kennzeichneten bei der Damen- und Herrensitzung am Freitagabend das Geschehen in der Nibelungenhalle. Und das hatte seinen Grund. Denn mit den diesjährigen Sitzungen gab es bei den N3 nicht nur einiges zu feiern, sondern neben vielen bewährten Stimmungskanonen auch einige Veränderungen, die vom Publikum begeistert aufgenommen wurden.
Die Wachablösung bei der Garde ist da zu nennen, die Elferratsgestühl-Halbzeit-Dominanz der Musketiere, die 22-Jähriges feiern und für die gelungene Saaldekoration verantwortlich zeichneten, ebenfalls. Und ein ungemein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm mit einem absoluten Knaller, der die ausverkaufte Halle auf die Beine brachte, noch ehe der Überraschungsgast überhaupt den Mund aufmachen konnte und es Sitzungspräsident Bernhard Henkes schwer machte, den Zeitplan einzuhalten: Die Närrischen Drei empfingen Papst-Besuch. Dass die Narhalla gut vorgewärmt in das närrische Spektakel startete, dafür sorgten "6 p.m." und der Musikzug Laurissa. Spätestens mit den Samba-Rhythmen der Musiker um Manuela Pfau war sie da, die Stimmung, die sich die Fastnachter alljährlich als Lohn für ihren ehrenamtlichen Einsatz erhoffen. Und trotz dieses Blitzstarts sollte die Stimmungskurve bis zum großen Finale jenseits nach Mitternacht nicht abreißen. Garanten hierfür waren die N3-Akteure und ein Programm, dessen Vielseitigkeit den Abend sehr kurzweilig geraten ließ. Genauer betrachtet, herrschte gar ein Überangebot an Delikatessen für Auge und Ohr. Aber sei's drum - die Stimmung im voll besetzten Auditorium war jedenfalls prächtig.
Im kunterbunten Wechsel mit Tanz- und Gesangseinlagen waren es einmal mehr die Büttenredner, die für Furore sorgten. "Protokoller" Christiane Ludwig-Paul hatte beim närrischen Jahresrückblick durchaus Probleme, alle Themen unterzubringen. Denn vom Papst aus Deutschland über die Bundestagswahl bis zu Gerhard Schröders kohlehaltigem Gas-Job erwies sich das Jahr 2005 für die Chronistin als schieres "Eldorado". Wobei die Einhäuser Nachbarn aber nicht unbedacht blieben. Im Gegenteil wurden sie besonders ausdrücklich und freudig willkommen geheißen. Hatten sie doch gerade noch die Kurve gekriegt: In Kürze gilt für das Federvieh nämlich wieder Stallpflicht.
Was einem Neubürger so alles passieren kann, wenn er sich im Angebot der Lorscher Vereinswelt umtut, wurde von Rosi Fetsch zwerchfellerschütternd-anschaulich geschildert, während Peter Lorenz das hohe Lied auf die Männerwelt sang. Mit kernigen Weisheiten aus dem Eheleben, gepaart mit einigen Übergriffen aufs männliche Publikum, sorgten Christine Andes und Tanja Dohrmann für Bewegung im Saal.
Mit Stefan Albert und Simon Helwig durfte die Narhalla erleben, wie eine Sitzung mit der Themenstellung "Therapie der Konfrontation" abläuft. Und mittendrin sorgte die Einspielung einer hörenswerten, da völlig verworrenen Ansprache des Bayrischen Ministerpräsidenten Stoiber für allgemeine Erheiterung.
Der absolute Knüller wandelte aber im Papst-Gewand in Richtung Bühnenbretter. Besondere Kennzeichen: roter Kopf wegen endloser Bandwurmsätze mit wenig Zeit zum Atemholen, aber ungemein tiefgründigem Inhalt, der auch im närrischen Treiben nicht unterging. Musikalisch mit "Halleluja" angekündigt, stand die Halle schon Kopf, als die Lorscher erkannten, wer da im weißen Gewand erschienen war: Wolfgang Thrin, einst Kaplan in Lorsch und mittlerweile Pfarrer, hat unverändert eine begeisterte Fangemeinde.
Die hat sich übrigens das Offizierscorps der Närrischen Drei am Freitagabend ebenfalls stimmgewaltig erobert: Sie umrahmten die Gratulationscour zum 22. Geburtstag der Musketiere musikalisch, und auch zum großen Finale der gelungenen Narrenschau wurde mit lautstarker Unterstützung des Publikums das Motto der kommenden Tage intoniert: "Vivat Laurissa". ns
© Bergsträßer Anzeiger - 13.02.2006
Eleganz und ein Hauch von Erotik
Schwungvolle Tanzeinlagen bei den Närrischen Drei
Lorsch. Die Tanzgarden und Balletts - Mädchengarde, Mädchenballett und Damenballett - setzten bei den Närrischen Drei die optischen Glanzlichter mit Charme, einem Hauch Erotik, Esprit und Eleganz. Schwungvoll, temporeich und mit präzisen Formationen begeisterten die Damen ihr Publikum, das Zeitpläne hartnäckig ignorierte und "Zugabe" verlangte.
Wie gelungen sich gewachsene Traditionen und aktueller Zeitgeist kombinieren lassen, wurde bei den Tanzdarbietungen nicht minder eindrucksvoll demonstriert. Noch einen Tick besser hat diesen Zeitsprung am Freitagabend aber eine Truppe geschafft, die erstmals auf den närrischen Bühnenbrettern der großen N3-Show stand: Die neuen Gardisten lieferten einen Einstand ab, wie er besser wohl nicht ausfallen kann.
Nicht nur zackig, wie es sich für Gardisten gehört, sondern auch zur Freude insbesondere der weiblichen Zuschauer mit einem gewissen Sexappeal und akrobatischen Einlagen mit fliegenden Uniformträgern, die begeistert gefeiert wurden. Mittendrin das Gardetanzpaar Verena Koob und Manuel Hartmann. Für einen kurzen Moment wurde es beim Auftritt der neuen Garde dann feierlich und zeremoniell, schließlich standen die offizielle Aufnahme und die Vereidigung durch N3-Präsident Heribert Koob an: "Hond on di Kabb" lautete hierzu das Kommando, und natürlich wurde auch die N3-Hymne gebührend geschmettert.
Die "Abrundung" der tänzerischen Darbietungen oblag heuer dem Männerballett, das mit einer interessanten Mischung aus mittelalterlichem Spektakulum und modernen Klängen auf grünen Spuren wandelte. "Robin Hood" lautete das Thema, und da wurden nicht nur imaginäre Bogen gespannt, sondern auch ein höchst eigenwilliges Reittier kreiert. ns
© Bergsträßer Anzeiger - 13.02.2006
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