"Wir entstauben manchen Rathaus-Mief"
Um den Stadtschlüssel und damit für die tollen Tage die Regentschaft über Lorsch zu erhalten, marschierten die Närrischen Drei am Wochenende am Haus der Vereine auf. Unterstützung erhielt die blau-weiße Fastnachtskorporation dabei vom 1. Bergsträßer Spielmanns- und Fanfarenzug aus Bensheim, bei dessen Sitzung dafür Balletts der N3 auftreten, sowie vom katholischen Frauenbund.
Das Fastnachtstreiben eröffnete N3-Vorsitzender Heribert Koob in gereimter Form: "Kommen wir heute hierher, um zu stürmen, so wird der Magistrat nicht gleich türmen", meinte er im Blick auf Bürgermeister Jäger und weitere Vertreter der Stadt, die den Schlüssel herausgeben sollten. "Vielleicht sind wir ja kreativ, entstauben manchen Rathausmief", so Koob weiter, bevor er auf des Lokalgeschehen blickte und der Entwicklungsgesellschaft eine Idee präsentierte: "Ein Vorschlag: Schaut zum Umzug hin - mehr Leute gehn in die Stadt nicht rin."
Er schloss mit dem Anliegen der Narren: "Wir fordern daher und rufen laut aus: Bürgermeister Jäger, rück den Schlüssel heraus." Dieser ließ sich nicht lange bitten und antwortete ebenfalls in Versen, dass die Stadtverordneten gerne die sitzungsfreie Zeit zum Mitfeiern nutzen werden. Der symbolische große Schlüssel wurde übergeben. Zum Mitfeiern waren auch, trotz Nieselregen, etliche Lorscher gekommen. An den Buden der N3 wärmte man sich bei Weck, Worscht und Glühwein auf und auch das Café im Vereinshaus war bestens besucht. Auf der Aktionsbühne boten die Fastnachter ein buntes Programm, das vor allem die Kinder- und Jugendgruppen der N3 bestritten. Sie zeigten Marsch-, Klamauk- und Showtänze. Der Frauenbund, gemeinsam mit dem Duo Mosaique, trug mit Gesangsbeiträgen zum Programm bei, der Fanfarenzug mit Musik.